Diese Ausstellung beleuchtet die historischen Moden der Thermalnutzung: Vom gemeinschaftlichen Baden bis zu Trinkbrunnen, Wandelhallen und Inhalatorien.
Ausstellung 25.01 – 15.03.2026, Samstag und Sonntag von 13:00 – 17:00 Uhr im Inhalatoirum, Limmatpromenade 26, 5400 Baden Vernissage am 24. Januar 2026. Beginn um 16:00 Uhr im Inhalatorium Die Ausstellung «Treffpunkt Kurbrunnen: Trinken – Wandeln – Inhalieren» des Vereins Bagni Popolari startet in der Trinkhalle im ehemaligen «Inhalatorium». Dort erfährst Du von der eher erfolglosen Geschichte des Inhalatoriums selbst und welche Ideen und tatsächlich realisierte Kurbrunnenanlagen und Trinkhallen den Aufenthalt in Baden in der Vergangenheit bereichert haben. Ein Stadtplan in der Hand führt dich zu sieben thermalen Stationen im Bäderquartier – auf den Spuren der gesellschaftlichen Treffpunkte beim Thermalwasser zwischen 1800 bis heute. Der Rundgang ausserhalb der Ausstellung dauert rund eine Stunde. Zauberhaft, magisch, göttlich! Wo heisse Thermalquellen aus dem Boden sprudeln, müssen überirdische Kräfte im Spiel sein. Davon sind die Menschen lange überzeugt. Dort reisen sie hin, voller Hoffnung – auf Heilung, auf neue Bekanntschaften, auf Zerstreuung, auf Verdienst oder auf Erfüllung eines Wunsches. Orte mit Thermalquellen waren seit jeher bedeutende gesellschaftliche Treffpunkte. Bis ins Mittelalter vergnügte man sich miteinander im brusthohen Gemeinschaftsbad. Das ziemt sich bald nicht mehr – oder nicht mehr für alle. Das Baden wurde Privatsache und verschwand in die Badekeller. Aber wie langweilig ist doch das stundenlange Alleine-im-Wasser-sitzen! Wie gut gibt es Alternativen, wo man Leute treffen kann: Beim Trinkbrunnen, in der Wandelhalle, im Kursaal, im Kurpark, bei der Kurbrunnenanlage, bei der Konzertmuschel, an der Limmatpromenade … Die Treffpunkt-Orte in der Bäderstadt haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder geändert. Sie folgen den menschlichen Bedürfnissen und den gesellschaftlichen, medizinischen Trends. Thermalwasser trinken oder nur inhalieren, umherwandeln, im Grünen spazieren, tanzen oder der Musik lauschen – die Tipps für Zerstreuung und Erholung in Kombination mit der Badekur sind mannigfaltig und einem stetigen Wandel unterworfen. Heute mit den neuen Heissen Brunnen, dem Trinkbrunnen am Kurplatz und dem Mosaikbrunnen in Ennetbaden besteht die Tradition der Kuranlagen fort und belebt als hybride Infrastruktur – Treffpunkt und frei zugänglicher Ort der «DIY-Wellness» den öffentlichen Raum des Bäderquartiers. Die Ausstellung ist auch ein Beitrag zur der Sonderausstellung «Mittendrin im Vergnügen. Kursaal – Stadtsaal – Spielcasino» (29.8.2025.–5.7.2026) des Historischen Museums Baden und des Jubiläums «150 Jahre Kursaal» (Mai 2025 bis Mai 2026).
Daten / Zeiten
Sa, 24. Jan 2026 —So, 15. Mär 2026Samstag – Sonntag 13:00 - 17:00 Uhr
Vernissage am 24.01.2026 um 16:00 Uhr
Kosten / Tickets
Kollekte