Synagoge Lengnau
Die Synagoge steht inmitten des Dorfkerns von Lengnau. Die beiden Dörfer Lengnau und Endingen beherbergten seit dem 17. Jahrhundert Menschen jüdischen Glaubens, denen die freie Niederlassung in der übrigen Schweiz verwehrt blieb.
Medien
Architekt Ferdinand Stadler wählte für das Gebäude den Rundbogenstil, eine Spielart der Neuromanik, die er von seinem Lehrmeister Heinrich Hübsch übernommen hatte. Das Bauwerk besitzt einen rechteckigen Grundriss und ein flach geneigtes Satteldach. Die Eingangsfront weist eine Lisenengliederung auf, die in einem kräftigen dunklen Altrosaton gehalten ist.
Im vorspringenden, überhöhten Mittelrisalit befindet sich das Hauptportal, flankiert von den beiden Eingängen für die Frauen. Ein Rundbogen verbindet das Hauptportal mit dem zweiteiligen Mittelfenster, in dessen Scheitel nachträglich eine Uhr angebracht wurde. Über den Nebentüren sind weitere schmale Rundbogenöffnungen angebracht. Der Giebel des Mittelrisalits wird von einer steinernen Gesetzestafel bekrönt.
Die Wand- und Deckenmalereien zeigen Ornamente und stilisierte Pflanzenmotive. Dunkle Flechtwerkbänder trennen auf der Höhe der Stützenpaare die streng symmetrischen Deckenfelder voneinander. Insgesamt zielen die Malereien darauf ab, eine möglichst plastische Wirkung zu erzielen. Das Besondere an der Lengnauer Dekorationsmalerei sind die Ockertöne, welche die stofflichen Qualitäten von Messing, Kupfer und Gold nachahmen (Glätte, Härte, Glanz, Umrisse). Dadurch entsteht der Eindruck von Goldschmiedearbeiten.
Öffnungszeiten
Im Sommer jeweils am Sonntag von 14.00 – 17.00 Uhr.
Eintrag aktualisiert am: 08.06.26, 10:45
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Adresse
Der Besuch der Synagoge Lengnau ist kostenlos.