Synagoge Endingen

Die Synagoge in Endingen ist das einzige Gotteshaus im Dorf und trägt daher nicht nur eine Uhr, sondern schlägt auch die Stunden. Die beiden Dörfer Lengnau und Endingen beherbergten seit dem 17. Jahrhundert Menschen jüdischen Glaubens, denen die freie Niederlassung in der übrigen Schweiz verwehrt blieb.

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Um 1850 zählte die jüdische Gemeinde Endingen rund 1'000 Personen und war damit leicht grösser als der christliche Bevölkerungsteil. Trotzdem steht die Synagoge, das grösste Gebäude im alten Dorf, nicht an einem prominenten Platz, sondern an einer Hinterhofgasse, dem «Hinterstieg». Der Grund ist einfach: Hier befand sich bereits die erste Synagoge von 1764. Die angewachsene jüdische Bevölkerung verlangte dringend nach mehr Platz. Der Badener Architekt Caspar Joseph Jeuch entwarf eine strenge, klassizistische Fassade und schmückte die Fenster mit maurisch anmutenden Hufeisenbogen. Die Dekorationsmalerei im Innern ergänzt die maurischen Architekturelemente. Mit diesem arabisch-islamischen Flair spielen der Architekt und der Zürcher Dekorationsmaler Heinrich Wettstein auf die orientalischen Wurzeln des Judentums an. Der maurische Stil war zuvor schon im deutschen Synagogenbau angewendet worden. Besonders dekorativ ist das zierliche Brüstungsgitter, das die Frauen auf der dreiseitigen Empore verbarg. Die Männer beteten hingegen im Erdgeschoss. In den Lesepulten verwahrten sie Gebetstuch und Gebetsriemen. Die Synagoge steht seit 1963 unter kantonalem Denkmalschutz. Sie wurde 1986 aussen und 1997/98 innen restauriert.

Baujahr: 1852

Architektur: Caspar Joseph Jeuch, Baden

Öffnungszeiten

Wird auf Anfrage geöffnet.

Adresse

Hintersteig 1-3
5304 Endingen
Schweiz

Der Besuche der Synagoge ist kostenlos.

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Hintersteig 1-3
5304 Endingen
Schweiz

Der Besuche der Synagoge ist kostenlos.