Messerturm
Vielleicht hat der Messerturm seinen Namen deshalb, weil er die Fluten des Rheins gewissermassen «schneidet»: Er hat einen dreieckigen Grundriss und ist ins Flussbett hinausgebaut. Die Rheinfelder Stadtführer freilich erzählen lieber die gruselige Version: In besagter Folterkammer habe sich eine Falltüre befunden, die in einen mit Messern bespickten Schacht führte. Wer dort hineingestossen wurde, dessen Leib landete, in Stücke zerhackt, im Rhein. Und wenn der Stadtführer seinen makabren Tag hat, setzt er noch eins obendrauf: Weil die Rheinfelder so viele Delinquenten in den Messerschacht gestossen hätten, seien die Lachse im Rhein so zahlreich und fett geworden, dass sie in Basel als Arme-Leute-Speise dienen konnten.
Eintrag aktualisiert am: 21.08.26, 15:19
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