Emmanuelle Castellan – Schlafende Geschichten

Das Museum Langmatt zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung der in Berlin lebenden französischen Künstlerin Emmanuelle Castellan in der Schweiz.

Medien

Das Museum Langmatt zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung der französischen Künstlerin Emmanuelle Castellan (*1976 in Aurillac, FR) in der Schweiz. Sie studierte an der École des Beaux-Arts in Clermont-Ferrand Kunst und schloss 1999 ab. Seit mehr als 25 Jahren arbeitet sie im Bereich Malerei und Zeichnung. Nach Professuren in Toulouse (2012 bis 2019) und Strasbourg (2019 bis 2026) wurde Emmanuelle Castellan auf Herbst 2026 als Professorin für Malerei und Zeichnung an die renommierte Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig berufen. Sie zählt zu den wichtigsten Kunstakademien in Deutschland. Seit 2011 lebt Emmanuelle Castellan in Berlin.

In ihrer Einzelausstellung zeigt sie rund 25 Bilder und acht kleinformatige, skulpturale Modelle. Auf diese Weise vermittelt die Ausstellung einen exemplarischen Einblick in ihre Arbeit der letzten Jahre. Die Ausstellung findet im Obergeschoss der Langmatt statt, ergänzt um fünf Bilder in den historischen Räumen im Erdgeschoss im Dialog mit Werken der Sammlung, z.B. von Camille Corot und Pierre-Auguste Renoir. Hier zeigt sich, wie subtil die filigrane Malerei von Emmanuelle Castellan die verzauberte Atmosphäre der Langmatt spiegelt und zu neuen Wahrnehmungen des historischen Ensembles führt.

Die Malerei von Emmanuelle Castellan balanciert traumwandlerisch zwischen Figuration und Abstraktion. Personen, Gesichter, Innenräume und Vasen sind regelmässig wiederkehrende Motive. Allerdings ist ihre Gestalt nur skizzenhaft angedeutet, so dass die Motive zerbrechlich und durchlässig wirken, als wären sie eher in einer Traumwelt zuhause, als in unserer Alltagswirklichkeit. Die formale Zurückhaltung und Fragilität der Bilder tragen wesentlich dazu bei, dass sie als Impulsgeber für Imaginationen gelesen werden.


Zur Ausstellung erscheint eine überblicksartige Publikation mit Texten von Clara Pacquet, Kunstkritikerin und Dozentin, und Markus Stegmann, Kurator der Ausstellung.

Öffnungszeiten

24.12. und 25.12. sowie 31.12. und 1.1.2027 geschlossen.

Kontakt

CHF 12.00 / 10.00

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