Patricia Brennan Septet
Datum
8. November 2026
Wo Rhythmus zu Architektur wird und Klänge ihre eigenen Gesetze schreiben.
Patricia Brennan Septet – Breaking Stretch
«The Spirit of the Future» ist das Motto der 25. Saison von Musig im Pflegidach. Kaum eine Künstlerin verkörpert diesen Gedanken so eindrücklich wie Patricia Brennan. Manchmal gibt es Konzerte, bei denen schon nach wenigen Minuten klar wird: Hier gelten andere Regeln. Töne scheinen ihre gewohnte Schwerkraft zu verlieren. Rhythmen verschieben den Boden unter den Füssen. Aus sieben Musikerinnen und Musikern entsteht plötzlich ein Klangkörper, der sich ausdehnt, verdichtet und wieder zusammenzieht – als würde die Musik selbst atmen. Genau dort beginnt die faszinierende Welt von Patricia Brennan.
Die aus Mexiko stammende und heute in New York lebende Vibraphonistin zählt zu den aufregendsten Persönlichkeiten des internationalen Jazz. Mit ihrem Septett Breaking Stretch lotet sie die Grenzen dessen aus, was ein Ensemble sein kann. Jedes Instrument erhält eine neue Aufgabe, jede Stimme übernimmt Verantwortung für Rhythmus, Bewegung und Klangfarbe. Nichts begleitet bloss – alle gestalten, treiben an, widersprechen, reagieren und überraschen.
Brennan interessiert sich nicht für musikalische Effekte. Sie sucht nach dem Kern einer Idee. Wie weit lässt sich ein Klang dehnen, bevor er zerreisst? Wie gross kann Musik werden, ohne ihre Intimität zu verlieren? Und wie entsteht aus scheinbar gegensätzlichen Kräften etwas vollkommen Eigenständiges? Der Titel Breaking Stretch beschreibt genau diesen Gedanken. Breaking steht für das Ausloten technischer und klanglicher Grenzen, Stretch für das Ausdehnen und Zusammenziehen musikalischer Räume – ähnlich einer mathematischen Funktion, die Formen verändert, ohne ihre Identität zu verlieren. Patricia Brennan spricht davon, Musik gleichzeitig «meilenweit und minentief» gestalten zu wollen.
Ihre Inspiration stammt dabei ebenso aus der afrokaribischen Musik ihrer Heimat wie aus den legendären Salsa-Orchestern der Fania All-Stars, kubanischen Danzón-Ensembles oder den grossen Bläserformationen von Earth, Wind & Fire, Blood, Sweat & Tears und Chicago. Gemeinsam ist all diesen Bands, dass jede Stimme den Rhythmus mitprägt. Genau dieses Prinzip überträgt Brennan in ihre hochmoderne Klangsprache.
Dass diese Musik so lebendig wirkt, liegt auch an der aussergewöhnlichen Besetzung. Mit Adam O’Farrill steht ein Trompeter auf der Bühne, den das Publikum im Musig im Pflegidach bereits erleben durfte. Sein virtuoses Spiel verbindet technische Brillanz mit unbändiger Experimentierfreude. Auch Dan Weiss ist in Muri längst kein Unbekannter. Der Schlagzeuger zählt seit Jahren zu den prägendsten Rhythmikern der New Yorker Szene und war im Pflegidach bereits mit Rudresh Mahanthappa, Miguel Zenón und Ben Monder zu Gast. Seine einzigartige Verbindung von Jazz, indischer Rhythmik und zeitgenössischer Improvisation macht ihn zu einem der faszinierendsten Schlagzeuger unserer Zeit.
Mit Jon Irabagon, Mark Shim, Kim Cass und Mauricio Herrera komplettieren weitere Ausnahme-Musiker ein Ensemble, das nicht auf Solisten und Begleitung setzt, sondern auf das ständige Wechselspiel aller Beteiligten. Jeder Klang verändert das Ganze. Jede Improvisation öffnet neue Räume.
Wer Patricia Brennan hört, erlebt keinen gewöhnlichen Konzertabend. Es ist eine Einladung, sich auf eine Musik einzulassen, die Fragen stellt statt Antworten zu liefern. Eine Musik voller Spannung, Farben und überraschender Perspektiven – geheimnisvoll, kraftvoll und zugleich von einer faszinierenden Klarheit. Ein Konzert, das lange nachklingen wird.
Patricia Brennan, vibraphone
Jon Irabagon, alto and sopranino saxophone
Mark Shim, tenor sax
Adam O’Farrill, trumpet
Kim Cass, bass
Dan Weiss, drums
Mauricio Herrera, percussion
«The Spirit of the Future» ist das Motto der 25. Saison von Musig im Pflegidach. Kaum eine Künstlerin verkörpert diesen Gedanken so eindrücklich wie Patricia Brennan. Manchmal gibt es Konzerte, bei denen schon nach wenigen Minuten klar wird: Hier gelten andere Regeln. Töne scheinen ihre gewohnte Schwerkraft zu verlieren. Rhythmen verschieben den Boden unter den Füssen. Aus sieben Musikerinnen und Musikern entsteht plötzlich ein Klangkörper, der sich ausdehnt, verdichtet und wieder zusammenzieht – als würde die Musik selbst atmen. Genau dort beginnt die faszinierende Welt von Patricia Brennan.
Die aus Mexiko stammende und heute in New York lebende Vibraphonistin zählt zu den aufregendsten Persönlichkeiten des internationalen Jazz. Mit ihrem Septett Breaking Stretch lotet sie die Grenzen dessen aus, was ein Ensemble sein kann. Jedes Instrument erhält eine neue Aufgabe, jede Stimme übernimmt Verantwortung für Rhythmus, Bewegung und Klangfarbe. Nichts begleitet bloss – alle gestalten, treiben an, widersprechen, reagieren und überraschen.
Brennan interessiert sich nicht für musikalische Effekte. Sie sucht nach dem Kern einer Idee. Wie weit lässt sich ein Klang dehnen, bevor er zerreisst? Wie gross kann Musik werden, ohne ihre Intimität zu verlieren? Und wie entsteht aus scheinbar gegensätzlichen Kräften etwas vollkommen Eigenständiges? Der Titel Breaking Stretch beschreibt genau diesen Gedanken. Breaking steht für das Ausloten technischer und klanglicher Grenzen, Stretch für das Ausdehnen und Zusammenziehen musikalischer Räume – ähnlich einer mathematischen Funktion, die Formen verändert, ohne ihre Identität zu verlieren. Patricia Brennan spricht davon, Musik gleichzeitig «meilenweit und minentief» gestalten zu wollen.
Ihre Inspiration stammt dabei ebenso aus der afrokaribischen Musik ihrer Heimat wie aus den legendären Salsa-Orchestern der Fania All-Stars, kubanischen Danzón-Ensembles oder den grossen Bläserformationen von Earth, Wind & Fire, Blood, Sweat & Tears und Chicago. Gemeinsam ist all diesen Bands, dass jede Stimme den Rhythmus mitprägt. Genau dieses Prinzip überträgt Brennan in ihre hochmoderne Klangsprache.
Dass diese Musik so lebendig wirkt, liegt auch an der aussergewöhnlichen Besetzung. Mit Adam O’Farrill steht ein Trompeter auf der Bühne, den das Publikum im Musig im Pflegidach bereits erleben durfte. Sein virtuoses Spiel verbindet technische Brillanz mit unbändiger Experimentierfreude. Auch Dan Weiss ist in Muri längst kein Unbekannter. Der Schlagzeuger zählt seit Jahren zu den prägendsten Rhythmikern der New Yorker Szene und war im Pflegidach bereits mit Rudresh Mahanthappa, Miguel Zenón und Ben Monder zu Gast. Seine einzigartige Verbindung von Jazz, indischer Rhythmik und zeitgenössischer Improvisation macht ihn zu einem der faszinierendsten Schlagzeuger unserer Zeit.
Mit Jon Irabagon, Mark Shim, Kim Cass und Mauricio Herrera komplettieren weitere Ausnahme-Musiker ein Ensemble, das nicht auf Solisten und Begleitung setzt, sondern auf das ständige Wechselspiel aller Beteiligten. Jeder Klang verändert das Ganze. Jede Improvisation öffnet neue Räume.
Wer Patricia Brennan hört, erlebt keinen gewöhnlichen Konzertabend. Es ist eine Einladung, sich auf eine Musik einzulassen, die Fragen stellt statt Antworten zu liefern. Eine Musik voller Spannung, Farben und überraschender Perspektiven – geheimnisvoll, kraftvoll und zugleich von einer faszinierenden Klarheit. Ein Konzert, das lange nachklingen wird.
Patricia Brennan, vibraphone
Jon Irabagon, alto and sopranino saxophone
Mark Shim, tenor sax
Adam O’Farrill, trumpet
Kim Cass, bass
Dan Weiss, drums
Mauricio Herrera, percussion
Medien
- Durchführungszeit/en
- Keine Durchführung
Veranstaltungsinformationen
CHF 30.00
Studenten: CHF 20.00
MIP-GA: CHF 500.00 pro Person für 25 Konzerte
Verantwortlich für diesen Inhalt: Aargau Tourismus AG
Eintrag aktualisiert am: 19.08.26, 12:18
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