Anaïs Reno

Datum
15. November 2026
Eine Stimme, die den grossen Jazz neu zum Leben erweckt
Manchmal beginnt eine Geschichte an einem Ort, an dem niemand ihr Ende vermuten würde.

Die Geschichte von Anaïs Reno beginnt in Genf.
Geboren in der Schweiz als Tochter eines frankokanadischen Opernsängers und einer amerikanischen Geigerin, zieht sie bereits als Kleinkind mit ihren Eltern nach Manhattan. Dort wächst sie mitten im kulturellen Herzen New Yorks auf – umgeben von Oper, Klassik und jener Jazzszene, die bis heute Musikerinnen und Musiker aus aller Welt anzieht.

Vielleicht erklärt gerade diese ungewöhnliche Herkunft, warum ihre Musik so selbstverständlich Brücken schlägt. Zwischen Europa und Amerika. Zwischen Tradition und Gegenwart. Zwischen jugendlicher Leichtigkeit und einer erstaunlichen musikalischen Reife.

Wer Anaïs Reno zum ersten Mal hört, vergisst ihr Alter (Geboren 2003) nach wenigen Takten. Ihre Stimme besitzt jene Wärme, Eleganz und Natürlichkeit, die man eher mit den grossen Sängerinnen des vergangenen Jahrhunderts verbindet. Gleichzeitig klingt sie nie nostalgisch. Sie kopiert keine Vorbilder – sie erzählt ihre eigenen Geschichten. Gerade deshalb gilt sie heute als eines der aussergewöhnlichsten Talente der jungen amerikanischen Jazzszene.
Bereits als Zehnjährige stand sie auf Bühnen wie Birdland, Carnegie Hall, Dizzy’s Club, Rose Hall, Madison Square Garden, dem Edinburgh Jazz Festival oder dem legendären PizzaExpress Jazz Club in London. Sie arbeitete mit Musikerpersönlichkeiten wie Emmet Cohen, Peter Bernstein, Gary Smulyan und vielen weiteren Grössen des modernen Jazz zusammen.
Auch die Auszeichnungen liessen nicht lange auf sich warten. Anaïs Reno gewann unter anderem die American Traditions Vocal Competition, die Mabel Mercer Competition sowie den Julie Wilson Award. Als Ella Fitzgerald Scholar vertiefte sie ihre Ausbildung an der renommierten SUNY Purchase in New York und entwickelte ihren unverwechselbaren Stil zwischen Great American Songbook und modernem Jazz.

Ihr Debütalbum Lovesome Thing – Anaïs Reno sings Ellington & Strayhorn erreichte unmittelbar nach seiner Veröffentlichung die amerikanischen Jazzcharts und wurde von der internationalen Presse begeistert aufgenommen. Es folgten das gefeierte Livealbum At PizzaExpress – Live in London sowie 2025 das zweite Studioalbum Lady of the Lavender Mist, das ihren Ruf als eine der grossen jungen Stimmen des Jazz endgültig festigte.

Für ihr Konzert im Musig im Pflegidach bringt Anaïs Reno ein hochkarätiges Trio mit.
Am Klavier sitzt der britische Pianist Jamie Safir, einer der spannendsten jungen Musiker seiner Generation. Sein sensibles, elegantes Spiel verbindet lyrische Feinheit mit grosser harmonischer Offenheit und macht ihn zu einem idealen musikalischen Partner für Sängerinnen.
Am Kontrabass ist der New Yorker Sameer Shankar zu hören. Mit seinem warmen Ton, seiner aussergewöhnlichen Musikalität und seinem feinen Gespür für Interaktion gehört er zu den aufstrebenden Bassisten der jungen New Yorker Szene. Gemeinsam bilden Safir und Shankar das ideale Fundament für Anaïs Renos musikalische Erzählkunst.

Dieses Konzert ist Anaïs Renos erster Auftritt in der Schweiz – ausgerechnet in jenem Land, in dem ihre Geschichte ihren Anfang nahm.

Kaum eine Künstlerin verkörpert das Motto unserer Jubiläumssaison «The Spirit of the Future» so treffend wie Anaïs Reno. Sie blickt nicht zurück, um Vergangenes zu kopieren. Sie nimmt den Geist des grossen amerikanischen Jazz mit in die Zukunft – voller Persönlichkeit, Tiefe und einer erstaunlichen Selbstverständlichkeit. Vielleicht ist genau das das grösste Kompliment, das man einer jungen Musikerin machen kann: Nach wenigen Minuten hört man nicht mehr ihr Alter. Man hört nur noch Musik.

Anaïs Reno - vocals
Jamie Safir - piano
Sameer Shankar - bass

Wer Anaïs Reno nicht nur auf der Bühne erleben möchte, erhält am Montag, 16. November, eine besondere Gelegenheit: Gemeinsam mit ihrer Band öffnet sie an der Kantonsschule Wohlen für die Schülerinnen und Schüler des Schwerpunkt- und Grundlagenfachs Musik die Tür zur faszinierenden Welt des Jazz. Wie entsteht das Zusammenspiel einer Band? Was bedeutet Improvisation wirklich? Und wie entwickelt sich aus Zuhören, Vertrauen und Kreativität eine gemeinsame musikalische Sprache?

Medien

  • Durchführungszeit/en
  • Keine Durchführung

Veranstaltungsinformationen

CHF 30.00
Studenten: CHF 20.00
MIP-GA: CHF 500.00 pro Person für 25 Konzerte

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Datum
15. November 2026
  • 20:30

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