Alexandra Ridout Quartet
Datum
21. März 2027
Von London nach Harlem - und mitten hinein in die Zukunft des Jazz
Mit gerade einmal 27 Jahren gehört Alexandra Ridout längst zu jener jungen Generation von Musikerinnen, die den zeitgenössischen Jazz nicht nur mit aussergewöhnlichem instrumentalem Können, sondern mit einer ganz eigenen musikalischen Handschrift prägen. In Grossbritannien geboren und heute in Harlem, New York, zuhause, hat sich die Trompeterin, Komponistin und Bandleaderin innerhalb weniger Jahre einen bemerkenswerten Platz in der internationalen Jazzszene erspielt.
Für das Publikum von Musig im Pflegidach ist Alexandra Ridout allerdings keine Unbekannte. Bereits bei ihrem ersten Auftritt in Muri, damals an der Seite des New Yorker Schlagzeugers Jochen Rückert, hinterliess sie einen nachhaltigen Eindruck. Ihr unverwechselbarer Ton, ihre musikalische Reife und ihre selbstverständliche Art, sich in einem hochkarätigen Ensemble zu bewegen, überzeugten vom ersten Moment an. Umso schöner ist es, sie nun wieder in Muri begrüssen zu dürfen – diesmal nicht als Sideman, sondern mit ihrem eigenen Quartett und ihrer eigenen Musik.
Der entscheidende Schritt ins Rampenlicht gelang Ridout bereits 2016, als sie den renommierten BBC Young Musician Jazz Award gewann. Damals war sie gerade einmal 17 Jahre alt. Was folgte, liest sich wie die Karriere einer Musikerin, die ihren Weg mit erstaunlicher Konsequenz gegangen ist: 2018 wurde sie bei den British Jazz Awards als «Rising Star» ausgezeichnet, 2022 erhielt sie den Laurie Frink Career Grant, 2023 gewann sie beim Keep an Eye International Jazz Award den Preis als «Best Soloist» und erreichte im selben Jahr den zweiten Platz bei der Carmine Caruso International Jazz Trumpet Competition. 2025 wurde sie schliesslich in das renommierte Next Jazz Legacy Program von New Music USA und dem Berklee Institute of Jazz and Gender Justice aufgenommen – mit Melissa Aldana als Bandleader-Mentorin und Marquis Hill als Creative Mentor.
Dass Ridout heute in Harlem lebt, ist dabei weit mehr als eine geografische Fussnote. New York ist zu einem entscheidenden Teil ihrer musikalischen Entwicklung geworden. Hier bewegt sie sich mitten in einer Szene, in der Generationen, Stile und musikalische Biografien täglich aufeinandertreffen. Und Ridout ist längst nicht mehr nur Beobachterin dieser Szene, sondern ein Teil davon.
Ihre unverwechselbare Stimme auf der Trompete hat sie mit einigen der spannendsten Musikerinnen und Musiker des heutigen Jazz zusammengebracht. Sie spielte und tourte unter anderem mit der fünffachen Grammy-Gewinnerin Samara Joy, mit Artemis, der von Renee Rosnes geleiteten All-Star-Formation, sowie mit Melissa Aldana, Kit Downes, Dayna Stephens, Jochen Rückert, Arturo O’Farrill, Or Bareket, Caroline Davis, Miguel Zenón, Pablo Held, Savannah Harris und dem Mingus Big Band.
Besonders prägend wurde in den vergangenen Jahren ihre Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Trompeter und Komponisten Dave Douglas. Beim von Douglas kuratierten Festival of New Trumpet Music in New York war Ridout bereits 2022 mit ihrem eigenen Trio als Interpretin und Komponistin zu erleben. Später folgten gemeinsame Auftritte und schliesslich die Mitarbeit an Douglas’ Projekt «Alloy». Das gleichnamige Album erschien 2025 bei Greenleaf Music und bringt Ridout mit Dave Douglas und David Adewumi in einer ungewöhnlichen Frontline aus drei Trompeten zusammen. Statt instrumentalem Kräftemessen steht dabei genau das im Zentrum, was auch Ridouts eigenes musikalisches Denken prägt: Klang, Dialog, gegenseitiges Zuhören und die Verschmelzung eigenständiger Stimmen zu etwas Neuem.
Bei Musig im Pflegidach kommt Alexandra Ridout nun erstmals mit ihrem eigenen Quartett nach Muri. Und gerade hier zeigt sich eine weitere Seite dieser aussergewöhnlichen Musikerin. Denn so eindrucksvoll ihre bisherigen Auszeichnungen und Kollaborationen sind – als Bandleaderin geht es Ridout um ihre eigene Musik.
Ihre Kompositionen verbinden die unterschiedlichen Welten, die sie geprägt haben. Die britische Jazztradition trifft auf die Offenheit und Energie der gegenwärtigen New Yorker Szene, melodische Klarheit auf komplexere Strukturen, komponierte Passagen auf improvisatorische Freiheit. Dabei steht nicht die Trompete als Soloinstrument über dem Ensemble. Ridout interessiert sich vielmehr für Kontrapunkt, Interaktion und musikalischen Dialog. Ihre Stücke schaffen Räume, in denen vier eigenständige Stimmen miteinander reagieren, sich gegenseitig herausfordern und die Musik gemeinsam weiterentwickeln.
Genau dafür hat sie ein Quartett zusammengestellt, das zu den spannendsten jungen Formationen der aktuellen New Yorker Szene zählt.
Am Klavier spielt Yvonne Rogers, am Kontrabass Simón Willson und am Schlagzeug David Sirkis. Alle drei gehören zu einer Generation von Musikerinnen und Musikern, die sich mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit zwischen Tradition und Gegenwart bewegen. Ihre bisherigen musikalischen Wege führten sie zu Künstlern wie Bill Frisell, Sullivan Fortner, Linda May Han Oh, Ethan Iverson, Joel Ross, Gilad Hekselman und Walter Smith III.
Entscheidend ist aber weniger die Summe dieser Namen als das, was daraus im Quartett entsteht. Ridout hat diese Band bewusst als Ensemble konzipiert. Keine Begleitband für eine Trompetensolistin, sondern vier Persönlichkeiten, die gemeinsam eine musikalische Sprache entwickeln. Die Komposition bildet den Ausgangspunkt – was daraus entsteht, entscheidet sich im Moment.
Vielleicht ist es genau diese Mischung, die Alexandra Ridout derzeit zu einer der interessantesten jungen Stimmen auf der Trompete macht: eine aussergewöhnliche technische Souveränität, verbunden mit einem warmen, klaren und unmittelbar erkennbaren Ton – und gleichzeitig die Bereitschaft, der Musik Raum zu lassen.
Der Bassist Matt Penman brachte es treffend auf den Punkt: Schon vom ersten Ton an wisse man, dass man es hier mit einer eigenständigen Stimme zu tun habe.
Wir wussten das in Muri eigentlich schon nach ihrem ersten Besuch. Nun kommt Alexandra Ridout zurück – mit ihrer eigenen Band, ihren eigenen Kompositionen und einer musikalischen Stimme, die seitdem nur noch profilierter geworden ist.
Alexandra Ridout – trumpet
Yvonne Rogers – piano
Simón Willson – double bass
David Sirkis – drums
Für das Publikum von Musig im Pflegidach ist Alexandra Ridout allerdings keine Unbekannte. Bereits bei ihrem ersten Auftritt in Muri, damals an der Seite des New Yorker Schlagzeugers Jochen Rückert, hinterliess sie einen nachhaltigen Eindruck. Ihr unverwechselbarer Ton, ihre musikalische Reife und ihre selbstverständliche Art, sich in einem hochkarätigen Ensemble zu bewegen, überzeugten vom ersten Moment an. Umso schöner ist es, sie nun wieder in Muri begrüssen zu dürfen – diesmal nicht als Sideman, sondern mit ihrem eigenen Quartett und ihrer eigenen Musik.
Der entscheidende Schritt ins Rampenlicht gelang Ridout bereits 2016, als sie den renommierten BBC Young Musician Jazz Award gewann. Damals war sie gerade einmal 17 Jahre alt. Was folgte, liest sich wie die Karriere einer Musikerin, die ihren Weg mit erstaunlicher Konsequenz gegangen ist: 2018 wurde sie bei den British Jazz Awards als «Rising Star» ausgezeichnet, 2022 erhielt sie den Laurie Frink Career Grant, 2023 gewann sie beim Keep an Eye International Jazz Award den Preis als «Best Soloist» und erreichte im selben Jahr den zweiten Platz bei der Carmine Caruso International Jazz Trumpet Competition. 2025 wurde sie schliesslich in das renommierte Next Jazz Legacy Program von New Music USA und dem Berklee Institute of Jazz and Gender Justice aufgenommen – mit Melissa Aldana als Bandleader-Mentorin und Marquis Hill als Creative Mentor.
Dass Ridout heute in Harlem lebt, ist dabei weit mehr als eine geografische Fussnote. New York ist zu einem entscheidenden Teil ihrer musikalischen Entwicklung geworden. Hier bewegt sie sich mitten in einer Szene, in der Generationen, Stile und musikalische Biografien täglich aufeinandertreffen. Und Ridout ist längst nicht mehr nur Beobachterin dieser Szene, sondern ein Teil davon.
Ihre unverwechselbare Stimme auf der Trompete hat sie mit einigen der spannendsten Musikerinnen und Musiker des heutigen Jazz zusammengebracht. Sie spielte und tourte unter anderem mit der fünffachen Grammy-Gewinnerin Samara Joy, mit Artemis, der von Renee Rosnes geleiteten All-Star-Formation, sowie mit Melissa Aldana, Kit Downes, Dayna Stephens, Jochen Rückert, Arturo O’Farrill, Or Bareket, Caroline Davis, Miguel Zenón, Pablo Held, Savannah Harris und dem Mingus Big Band.
Besonders prägend wurde in den vergangenen Jahren ihre Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Trompeter und Komponisten Dave Douglas. Beim von Douglas kuratierten Festival of New Trumpet Music in New York war Ridout bereits 2022 mit ihrem eigenen Trio als Interpretin und Komponistin zu erleben. Später folgten gemeinsame Auftritte und schliesslich die Mitarbeit an Douglas’ Projekt «Alloy». Das gleichnamige Album erschien 2025 bei Greenleaf Music und bringt Ridout mit Dave Douglas und David Adewumi in einer ungewöhnlichen Frontline aus drei Trompeten zusammen. Statt instrumentalem Kräftemessen steht dabei genau das im Zentrum, was auch Ridouts eigenes musikalisches Denken prägt: Klang, Dialog, gegenseitiges Zuhören und die Verschmelzung eigenständiger Stimmen zu etwas Neuem.
Bei Musig im Pflegidach kommt Alexandra Ridout nun erstmals mit ihrem eigenen Quartett nach Muri. Und gerade hier zeigt sich eine weitere Seite dieser aussergewöhnlichen Musikerin. Denn so eindrucksvoll ihre bisherigen Auszeichnungen und Kollaborationen sind – als Bandleaderin geht es Ridout um ihre eigene Musik.
Ihre Kompositionen verbinden die unterschiedlichen Welten, die sie geprägt haben. Die britische Jazztradition trifft auf die Offenheit und Energie der gegenwärtigen New Yorker Szene, melodische Klarheit auf komplexere Strukturen, komponierte Passagen auf improvisatorische Freiheit. Dabei steht nicht die Trompete als Soloinstrument über dem Ensemble. Ridout interessiert sich vielmehr für Kontrapunkt, Interaktion und musikalischen Dialog. Ihre Stücke schaffen Räume, in denen vier eigenständige Stimmen miteinander reagieren, sich gegenseitig herausfordern und die Musik gemeinsam weiterentwickeln.
Genau dafür hat sie ein Quartett zusammengestellt, das zu den spannendsten jungen Formationen der aktuellen New Yorker Szene zählt.
Am Klavier spielt Yvonne Rogers, am Kontrabass Simón Willson und am Schlagzeug David Sirkis. Alle drei gehören zu einer Generation von Musikerinnen und Musikern, die sich mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit zwischen Tradition und Gegenwart bewegen. Ihre bisherigen musikalischen Wege führten sie zu Künstlern wie Bill Frisell, Sullivan Fortner, Linda May Han Oh, Ethan Iverson, Joel Ross, Gilad Hekselman und Walter Smith III.
Entscheidend ist aber weniger die Summe dieser Namen als das, was daraus im Quartett entsteht. Ridout hat diese Band bewusst als Ensemble konzipiert. Keine Begleitband für eine Trompetensolistin, sondern vier Persönlichkeiten, die gemeinsam eine musikalische Sprache entwickeln. Die Komposition bildet den Ausgangspunkt – was daraus entsteht, entscheidet sich im Moment.
Vielleicht ist es genau diese Mischung, die Alexandra Ridout derzeit zu einer der interessantesten jungen Stimmen auf der Trompete macht: eine aussergewöhnliche technische Souveränität, verbunden mit einem warmen, klaren und unmittelbar erkennbaren Ton – und gleichzeitig die Bereitschaft, der Musik Raum zu lassen.
Der Bassist Matt Penman brachte es treffend auf den Punkt: Schon vom ersten Ton an wisse man, dass man es hier mit einer eigenständigen Stimme zu tun habe.
Wir wussten das in Muri eigentlich schon nach ihrem ersten Besuch. Nun kommt Alexandra Ridout zurück – mit ihrer eigenen Band, ihren eigenen Kompositionen und einer musikalischen Stimme, die seitdem nur noch profilierter geworden ist.
Alexandra Ridout – trumpet
Yvonne Rogers – piano
Simón Willson – double bass
David Sirkis – drums
Medien
- Durchführungszeit/en
- Keine Durchführung
Veranstaltungsinformationen
CHF 30.00
Studenten: CHF 20.00
MIP-GA: CHF 500.00 pro Person für 25 Konzerte
Verantwortlich für diesen Inhalt: Aargau Tourismus AG
Eintrag aktualisiert am: 12.08.26, 16:36
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